Das Institute for Futures Research in Human Sciences engagiert sich im Bereich der interdisziplinären Zukunfts- und Innovationsforschung – mit besonderer Berücksichtigung der Human- und Sozialwissenschaften.

  • „Futures Research“ (prospektive Forschung) ist ein weltweit verbreitetes Forschungsgebiet, das sich sowohl kritisch-analytisch als auch handlungsorientiert mit bio-psycho-sozialen, soziokulturellen, ökonomischen, ökologischen und politischen Wandlungsprozessen auseinandersetzt.
  • Basierend auf der Analyse der historischen Entwicklung und der gegenwärtigen Ausprägung eines Forschungsgegenstands (=Diagnose) werden plausible Annahmen über zukünftige Entwicklungen getroffen (=Prognose). Dabei werden häufig – in Form von Szenarien – mehrere Entwicklungsmöglichkeiten (=„Zukünfte“ bzw. „Futures) berücksichtigt.
  • Meist werden aus diesen prognostischen Annahmen auch Empfehlungen für konkrete Ziele, Pläne, Strategien und Maßnahmen der Zukunftsgestaltung abgeleitet.
  • Über diese vorausschauenden Forschungsaktivitäten hinaus werden in Futures Research-Projekten auch zukunftsbezogene Meinungen der Bevölkerung (= Zukunftsbilder) repräsentativ erhoben und theoriegeleitet interpretiert.
  • Außerdem wird die äußerst komplexe menschliche Fähigkeit des „Zukunftsdenkens“ sowohl psychodynamisch und neuropsychologisch als auch – im Hinblick auf kollektive Zukunftsbilder und Utopien – ethnologisch und soziologisch erforscht.
  • In diesem Zusammenhang werden auch zukunftsrelevante Technologien und soziale Innovationsprozesse im Hinblick auf die Chancen und Gefahren für die individuelle Persönlichkeitsentfaltung sowie für eine humane und kooperative Gesellschaftsentwicklung untersucht.
  • Ein weiteres wichtiges Thema von Futures Research besteht in der Klärung der wissenschaftstheoretischen Grundfrage, ob – und wenn ja, mit welchen Methoden und Theorien – seriöse Aussagen über zukünftige Entwicklungen möglich sind.

Leitung: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp, e-mail

Akademische Aktivitäten

  • Co-Herausgeberschaft der beim renommierten Wissenschaftsverlag „Springer International“ (einem Teil von SpringerNature) erscheinenden peer-reviewed open access-Zeitschrift „European Journal of Futures Research (EJFR)“.
  • Schriftenreihe „Zukunftswissenschaft/Zukunftsforschung“ beim LIT-Verlag.
  • Wissenschaftliche Kooperation mit dem „Institut Futur“ an der Exzellenzuniversität FU Berlin und dem dort geführten Master-Studiengang für Zukunftsforschung.
  • Wissenschaftliche Kooperation und Vernetzung mit den wichtigsten Expert*innen und Instituten für prospektive Forschung sowie mit prominenten Institutionen der zukunftsbezogenen Wissenschaftskommunikation (z. B. „Futurium“ Berlin).
  • Begleitung und Begutachtung von Dissertationsprojekten mit explizitem Zukunfts- bzw. Innovationsbezug.
  • Lehre (SFU-Doktoratsstudium PTW) zu Wissenschaftstheorie, Forschungsmethodik und Forschungsmanagement.
  • Rege Publikations- und Vortragstätigkeit (siehe: www.reinhold-popp.at )
  • Interviews, Kommentare u. ä. zu Zukunftsfragen in Zeitschriften, Tageszeitungen, Hörfunk und Fernsehen.

Forschungs- und Publikationsprojekte

„European Journal of Futures Research“: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien: Institute for Futures Research in Human Sciences) ist gemeinsam mit Prof. Dr. Christine Ahrend (Technische Universität Berlin), Univ.-Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin), Dr. Erik Overland (World Futures Studies Federation) und Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (Stiftung für Zukunftsfragen Hamburg) Herausgeber des „European Journal of Futures Research“ (EJFR). Die Redaktion ist am Institut Futur der Freien Universität Berlin situiert und wird in Kooperation mit der World Futures Studies Federation realisiert. Das EJFR ist eine internationale Fachzeitschrift, in der begutachtete Artikel zu allen Aspekten der Futures Studies veröffentlicht werden. Das Journal, mit speziellem Fokus auf Europa, ist interdisziplinär ausgerichtet. Es konzentriert sich auf Themen und Fragestellungen, die für Europa von besonderer Relevanz sind und bietet somit eine Plattform, auf der mögliche, wünschbare, plausible und wahrscheinliche Zukünfte wissenschaftlich vorgedacht und geplant werden können. Siehe „Aims and Scope“ des EJFR unter www.springer.com/40309  Das EJFR erscheint beim international renommierten Wissenschaftsverlag Springer (als Teil von SpringerNature) in elektronischer Form (Open Access) in englischer Sprache.

„Zukunftsforschung & Psychodynamik“: In diesem Forschungs- und Publikationsprojekt wurde erstmals im deutschsprachigen Raum der prospektive Forschungsbedarf im Bereich der Psychologie und der Psychotherapiewissenschaft systematisch untersucht. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieses Projekts findet sich in dem Buch: Reinhold Popp, Bernd Rieken und Brigitte Sindelar (2017) Zukunftsforschung und Psychodynamik. Zukunftsdenken zwischen Angst und Zuversicht. (Münster: Waxmann). In dieser Publikation finden sich auch Beiträge der DissertandInnen Julia S. Grundnig, Nils Guse und Tassilo Niemetz.

„Schöne neue Arbeitswelt? Was kommt, was bleibt, was geht?“: Unter diesem Titel erschien Anfang 2018 die Zusammenfassung der Ergebnisse des seit 2017 laufenden gleichnamigen Forschungsprojekts zur mittelfristigen Entwicklung der Arbeitswelt in Deutschland. In diesem Projekt kooperierte Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp mit der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen (Prof. Dr. Ulrich Reinhardt).

„Zukunft:Beruf:Lebensqualität. 77 Stichworte von A bis Z“Unter diesem Titel erschien im Herbst 2018 beim LIT-Verlag ein Buch, in dem Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp die Ergebnisse des seit Oktober 2017 laufenden gleichnamigen Projekts publizierte.

„Zukunftsforschung & Katastrophenforschung“: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp beteiligte sich an der Tagung „Angst in der Katastrophenforschung“ (06. bis 09.06.2018, Alpenhotel Gösing) sowie – mit dem Beitrag „Angst und Methode in der Zukunftsforschung. Implikationen für die Katastrophenforschung“ – an dem von Univ.-Prof. Dr.Dr. Bernd Rieken (SFU) herausgegebenen und im Frühjahr 2019 erschienenen Sammelband.

„Zukunft der Arbeitswelt. Perspektiven und Prognosen für Deutschland und Österreich“: Dieses Publikationsprojekt wurde 2018/19 von Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp koordiniert. Kooperationspartner: Mag. Julia Bock-Schappelwein (WIFO: Wirtschaftsforschungsinstitut, Wien), Mag. Ursula della Schiava-Winkler (SFU Wien), Dr. Helmut Mahringer (WIFO: Wirtschaftsforschungsinstitut, Wien), Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (Stiftung für Zukunftsfragen, Hamburg), Mag. Dr. Monika Spiegel (Institut für Psyche und Wirtschaft, SFU Wien). Die Ergebnisse wurden im ersten Quartal 2019 in einem Sammelband veröffentlicht.

„Zukunftsvision Deutschland. Innovation für Fortschritt und Wohlstand“: Bei diesem Publikationsprojekt kooperierten Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp (Institute for Futures Research in Human Sciences, SFU Wien) und Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (Stiftung für Zukunftsfragen, Hamburg) mit Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruher Institut für Technologie KIT). Der Beitrag von R. Popp und U. Reinhardt („Zwischen Zukunftsangst und Zuversicht. 40 Meinungsbilder der Deutschen zum Wandel der Arbeitswelt“) wurde 2019 in einem von M. A. Weissenberger-Eibl herausgegebenen Sammelband publiziert.     

„Futurium: Wissenschaftskommunikation über Zukunftsfragen“: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp unterstützt im Rahmen einer bis 2023 laufenden Kooperationsvereinbarung die vielfältigen Aktivitäten des „Futurium“ in Form von Beratungsleistungen aus der Sicht der prospektiven Forschung, der Mitwirkung an mehreren öffentlichen Podiumsdiskussionen, der Publikation eines Beitrags im Ausstellungskatalogs, durch Interviews und Beiträge in Berliner Zeitungen (Tagesspiegel und Berliner Morgenpost) sowie durch die Mitwirkung in dem unten kurz skizzierten Projekt „Zukunftsdenken in Literatur und Wissenschaft“.
Außerdem publizierte R. Popp einen Texte im Ausstellungskatalog und beteiligte sich S. Brandt mit Vorworten an zwei Publikationen von R. Popp („Zukunft & Forschung …“, 2020, und „Zukunftsdenken …“, 2021).
Das Futurium wurde auf Initiative der deutschen Bundesregierung sowie gemeinsam mit führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen und Stiftungen als unabhängige Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gegründet und im Herbst 2019 offiziell eröffnet. Das architektonisch sehr ansprechend gestaltete Futurium-Gebäude ist in direkter Nachbarschaft des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin situiert. Es beherbergt das einzige „Zukunftsmuseum“ Europas mit lebendigen Szenarien, einem Zukunftslabor zum Ausprobieren, einem Zukunftsforum für den gemeinschaftlichen Dialog und eine Zukunftsbühne für künstlerische Projekte.

„Zukunftsdenken in Literatur und Wissenschaft“: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp wirkte seit 2018 an dem großen Publikationsprojekt „2029 – Geschichten aus der Zukunft“ des Suhrkamp-Verlags, des Futuriums Berlin und der deutschen Fernsehanstalten NDR und WDR mit. Dieses Projekt diente der Begegnung zwischen der gehobenen Science Fiction-Literatur und der zukunftsbezogenen Forschung. Reinhold Popp setzte sich in diesem Zusammenhang mit den im o. g. Band versammelten Science Fiction-Geschichten aus der Sicht der prospektiven Forschung auseinander. Die Vorstellung des Buches erfolgte im Rahmen eines Festaktes am 24.10.2019 im Futurium in Berlin.

„Zukunft & Forschung. Die Vielfalt der Vorausschau“: In diesem von 2018 bis zum ersten Quartal 2020 laufenden Forschungs- und Publikationsprojekt ging es um die grundlegende Frage, wie die zukunftsbezogene Wissenschaft zu ihrem Wissen kommt. In diesem Zusammenhang wurden von Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp die historischen Ausprägungsformen des Zukunftsdenkens nachgezeichnet sowie die wichtigsten Fachbegriffe, Theorien und Methoden der prospektiven Forschung kurz beschrieben. Dabei wurde die große Vielfalt der Vorausschau sowohl in den traditionsreichen wissenschaftlichen Disziplinen als auch in den neueren und interdisziplinären Ansätzen der Innovations-, Risiko-, Technikfolgen- und Zukunftsforschung berücksichtigt. Die Ergebnisse dieses Projekts wurden in dem im April 2020 erschienenen Buch „Zukunft & Forschung. Die Vielfalt der Vorausschau …“ in Form von alphabetisch geordneten 66 Stichworten zusammengefasst.  

Interdisziplinärer Sammelband „Eco-anxiety. Zukunftsangst und Klimawandel“ (Waxmann-Verlag, Erscheinungsjahr 2021): In diesem Publikationsprojekt kooperiert das Institute for Futures Research in Human Sciences der SFU Wien (Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp) mit dem Institut für psychoanalytisch-ethnologische Katastrophenforschung der SFU (Univ.-Prof. Mag. DDr. Bernd Rieken und Mag. Paolo Raile): 
Außergewöhnliche Wetterphänomene wie der Dürre- und Hitzesommer im Jahre 2018 im nördlichen und mittleren Teil Europas oder die Buschbrände 2019/20 in Australien finden einen breiten Widerhall in den Medien und im alltäglichen Erzählen. Fragen des Klimawandels sind daher längst nicht mehr auf den akademischen Bereich beschränkt. Vielmehr werden sie mittlerweile auch in breiten Schichten der Bevölkerung diskutiert. Das macht unter anderem die Fridays for Future-Bewegung deutlich, aber auch die teils heftigen Reaktionen darauf.
Demnach ruft der Klimawandel Emotionen hervor, unter anderem Angst bzw. Zukunftsangst. In den USA existiert dafür bereits ein eigener Begriff, nämlich „eco-anxiety“, den die American Psychological Association als „a chronic fear of environmental doom“ beschreibt. 
Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Angst bzw. Zukunftsangst soll daher in dieser neuen Publikation im Zentrum stehen. Dieses Publikationsprojekt ist interdisziplinär angelegt. In diesem Sinne stammen die Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen und Forschungsrichtungen (z. B. Psychotherapiewissenschaft, Psychologie, Katastrophen- und Sicherheitsforschung, Ethnologie, Geografie, Geologie, Klimatologie, Historiographie, Futures Research, Theologie). 

„Zukunft denken. Die Kunst der Vorausschau“: Dieses Forschungs- und Publikationsprojekt wurde vom Institute for Futures Research in Human Sciences der Sigmund Freud-PrivatUniversität (SFU) Wien (Reinhold Popp, Julia S. Grundnig) von Januar 2020 bis März 2021 realisiert. Im Rahmen dieses Projekts erschien im April 2021 das folgende Buch: Popp, Reinhold; Grundnig, Julia (2021): Zukunftsdenken. Die Kunst der Vorausschau. Wien, Münster: LIT-Verlag. 

„Prospektive Wissenschaft & partizipative Zukunftsgestaltung“: Dieses Publikationsprojekt wird von September 2020 bis März 2022 vom Institute for Futures Research in Human Sciences der Sigmund Freud-PrivatUniversität (SFU) Wien (Reinhold Popp) in Kooperation mit exzellenten Nachwuchs-Wissenschaftler*innen realisiert.

Publikationen | Presse

Buch-Neuerscheinungen

Übersicht Publikationen

www.reinhold-popp.at sowie SFU PublikationsdatenbankReinhold Popp | Publikationen mit SFU-Affiliation ab 2010

Presse

Zeit nach Corona: „Eine Grundangst wird bestehen bleiben“ | Kurier, 14.06.2020
Psychologe und Zukunftsforscher Reinhold Popp im KURIER über die Ursachen der Angst und die Parallelen zwischen Finanz-, Flüchtlings- und Corona-Krise.

„Anti-Flynn-Effekt: Warum unser IQ sinkt.“ | futurezone.at, 15.07.2019
Unsere Intelligenzleistung ist bis vor rund 35 Jahren stetig gestiegen. Nun geht sie zurück. Die Hintergründe erklärt Trendforscher Reinhold Popp vom Institute for Futures Research in Human Sciences der SFU Wien auf futurezone.at

„Keine Panik, die Zukunft kommt“ | Der Standard, 15.02.2019
Zukunftsforscher Univ.-Prof. Reinhold Popp, Leiter des Institutes for Futures in Human Sciences, im Podcast „Edition Zukunft“.

Kontakt

Institutsleitung:

Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp
Tel.: +43 660 493 60 33
E-Mail: rp@reinhold-popp.at 
Website von Prof. Popp: www.reinhold-popp.at

Gastwissenschaftler*innen:

Dr. Julia S. Grundnig
Tel.: +43 699 19 56 76 86 
E-Mail: julia.grundnig@sfu.ac.at

Michael Mitterwallner, MSc.
Tel.:+43 650 96 26 003
E-Mail: mitterwallner.michael@gmail.com

Prof. (FH) Dr. Marianne Schwab
Tel.: +43 664 4133988
E-Mail: marianne.schwab@sol.at

Adresse:

Institute for Futures Research in Human Sciences
Fakultät Psychotherapiewissenschaft
Sigmund Freud PrivatUniversität
Freudplatz 3, 1020 Wien
6. Stock, Raum Nr. 604