Bakkalaureat – Studienzweig „Beratung“

Mit dem Bakkalaureat zum/zur Lebens- und SozialberaterIn

Die Zertifizierungsstelle des Allgemeinen Fachverbandes des Gewerbes erteilte der Sigmund Freud PrivatUniversität gemäß § 119 Abs 5 GewO 1994 (Gewerberechtsnovelle 2002, BGBl 1/111/2002) die Genehmigung zur Abhaltung eines Lehrganges für die Lebens- und Sozialberatung.

BAKKALAUREAT – ZWEIG BERATUNG
Dieser Lehrgang ist im Studiengang Bakkalaureat für Psychotherapiewissenschaft Zweig „Beratung“ enthalten. Das heißt, dass jene Studierende, die sich im fünften Semester für den Zweig „Beratung“ entscheiden, gleichzeitig mit dem Bakkalaureatsabschluss auch die Berechtigung erwerben, in der Österreichischen Wirtschaftskammer um den Gewerbeschein zum Lebens- und Sozialberater anzusuchen.

Im Studiengang Psychotherapiewissenschaft Zweig „Beratung“ wird ab dem 5. Semester besonders auf beratungsrelevante Inhalte eingegangen. Er unterscheidet sich somit vom Studienweig Psychotherapie. Die ersten vier Semester des Studiums sind in beiden Zweigen identisch. Zu den theoretischen Lehrveranstaltungen sind im Studienplan auch praktische Tätigkeiten vorgesehen.


PRAKTIKUM UND PRAKTISCHE TÄTIGKEIT
480 Stunden einschlägiges Praktikum im Abschnitt B1 – B4
100 Stunden protokollierte Beratung in der Ambulanz ab B5
100 Stunden Reflexion (davon 20 Stunden Praktikumsreflexion in B1 – B4); davon sind 10 Stunden im Einzelsetting zu absolvieren.


PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG
30 Stunden Einzelsetting (extern zu absolvieren)
120 Stunden in der Gruppe (im Studienplan enthalten)
Mit dem Studienabschluss des Bakkalaureatszweigs „Beratung“ kann sowohl das Zertifikat für das psychotherapeutische Propädeutikum als auch für den/die Lebens- und SozialberaterIn erworben werden. Der Einstieg ist für alle, die bereits im Bakkalaureat (B1 – B4) studieren ab sofort möglich.


§119. GEWERBEORDNUNG –  in der geltenden Fassung (2002) Lebens- und Sozialberatung
§119. (1) Einer Gewerbeberechtigung für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung (§ 94 Z 46) bedarf es für die Beratung und Betreuung von Menschen, insbesondere im Zusammenhang mit Persönlichkeitsproblemen, Ehe- und Familienproblemen, Erziehungsproblemen, Berufsproblemen und sexuellen Problemen. Dazu gehört auch die psychologische Beratung mit Ausnahme der Psychotherapie. Personen, die das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ausüben, sind auch zur Ausübung von Ernährungsberatung berechtigt, wenn sie die erfolgreiche Absolvierung der Studienrichtung Ernährungswissenschaften an einer inländischen Universität oder die erfolgreiche Ausbildung zum Diätassistenten/ zur Diätassistentin nachweisen.

Personen, die das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ausüben, sind auch zur sportwissenschaftlichen Beratung berechtigt, wenn sie die erfolgreiche Absolvierung der Studienrichtungen Sportwissenschaften oder Leibeserziehung an einer inländischen Universität oder einen Diplomabschluss in einer Trainerausbildung an einer Sportakademie des Bundes nachweisen.

(2) Personen, die den Befähigungsnachweis für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung in vollem Umfang erbringen, dürfen die Bezeichnung „Diplom-Lebensberater/Diplom-Lebensberaterin“ führen.

(3) Gewerbetreibende, die zur Ausübung des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung berechtigt sind, dürfen zur Ausübung der im Abs. 1 genannten Tätigkeiten nur Arbeitnehmer verwenden, die eigenberechtigt sind und die für diese Verwendung erforderliche fachliche Eignung besitzen.

(4) Gewerbetreibende, die zur Ausübung des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung berechtigt sind, sowie deren Arbeitnehmer sind zur Verschwiegenheit über die ihnen anvertrauten Angelegenheiten verpflichtet. Diese Verschwiegenheitspflicht besteht nicht, wenn und insoweit der Auftraggeber ausdrücklich von dieser Pflicht entbindet.