Praxislehrgang für Wettkunden- und Spielerschutz

Dieser Praxislehrgang vermitteln durch interaktives Lernen, praktische Übungen und Fallbeispiele Informationen zu Spielsuchtproblematik, Diagnostik, Prävention, Wettkunden- und Spielerschutzmaßnahmen, Möglichkeiten der Spielsuchttherapie und über Kommunikation mit betroffenen Kundinnen und Kunden. Die Themenschwerpunkte der Module möchten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Sicherheit im Umgang mit möglicherweise betroffenen Kundinnen und Kunden geben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen auf Anzeichen von Sucht und Abhängigkeit zu achten und richtig zu reagieren.

Praxismodule
Dieser Lehrgang umfasst 3 Praxismodule, die auch einzeln gebucht werden können. Die Module bauen aufeinander auf. – Die Inhalte können unternehmensspezifisch als maßgeschneidertes Seminar mit individueller Terminplanung und TeilnehmerInnenzahl gebucht werden. Jedes Modul endet mit einem Abschlusszertifikat der Sigmund Freud Privatuniversität.

Zielgruppe
MitarbeiterInnen von Wettunternehmen, MitarbeiterInnen der Glücksspielbranche, die gemäß Glücksspielgesetz (§5, §25 GSpG) in Hinblick auf SpielerInnenschutz zu schulen sind, und andere interessierte Personen, die in diesem Bereich arbeiten möchten.

Vortragende
Lehrbeauftragte der Sigmund Freud Privatuniversität, Referenten und Experten aus der Praxis.

Umfang & Kosten
Modul A „Basic“  € 960,- (32 UE), Modul B „Advanced“ € 1440,-  (48 UE);
Modul C „Follow-Up“ € 240,- / € 480,- (8 UE / 16 UE)

Ort
Sigmund Freud Privatuniversität, Freudplatz 1, Campus Prater, A-1020 Wien

Anfragen
Per E-Mail responsible.gaming@sfu.ac.at
oder per Telefon +43 (0)1 798 40 98

Lehrgangsleitung
Dr. Dominik Batthyány, Leitung des Instituts für Verhaltenssüchte
Sigmund Freud Privatuniversität Wien


INHALTE

Modul A „Basic“

Block 1
Grundlegendes, Sensibilisierung, Suchtdynamik und -verhalten, Spielsuchtdiagnostik

•    Ursachen und Entstehung von Sucht
•    Klassifizierung
•    Zahlen, Daten & Fakten
•    Epidemiologie (Entstehung, Folgen und Verbreitung)
•    Entstehungsmodelle von Suchtverhalten
•    Spielertypen und Spielmotivationen
•    Komorbiditäten
•    Umgang mit Geld – die Bedeutung des Geldes bei Problemspielern
•    Suchtverhalten und Beschaffungskriminalität

Block 2
Präventive Maßnahmen, Wettkunden- und Spielerschutz, Umgang mit Betroffenen, Möglichkeiten der Behandlung

•    Rechtliche  Grundlagen, Zielvorstellungen des nationalen Gesetzgebers, Stand der Ländergesetzgebung
•    Früherkennung
•    Ziele und Strategien präventiver Maßnahmen
•    Zutrittssystem, Warnsystem und abgestufte Wettkunden- und Spielerschutzmaßnahmen
•    Richtiges Reagieren auf Vermutungen und bei Anlassfällen
•    Grundlagen der Kommunikation mit problematischen und pathologischen Spielern
•    Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bei Glücksspielsucht

Zielgruppe: MitarbeiterInnen

Modul B „Advanced“

Block 3
Vertiefung von Block „1“ und „2“

•    Vertiefung: Rechtliche Aspekte
•    Glücksspielabhängigkeit und (partielle) Geschäftsunfähigkeit
•    Aspekte zu Suchtentwicklung und nicht-substanz-gebundenen Süchten
•    Formen des Glücksspiels und deren Gefährdungspotenzial
•    Strategien und Maßnahmen zur Früherkennung von problematischem Verhalten
•    Aktuelle Ansätze zu Responsible Gaming, Spieler- und Wettkundenschutz
•    Vertiefung: Richtiges Reagieren auf Vermutungen und bei Anlassfällen
•    Co-Abhängigkeit, Arbeitskollegen/Familie/Kinder
•    Angehörigenbetreuung
•    Zutrittssystem, Warnsystem und abgestufte Wettkunden- und Spielerschutzmaßnahmen
•    Risikomanagement
•    Fallbeispiele
•    Vernetzung mit Therapie- und Beratungsstellen

Block 4
Kommunikation mit betroffenen Kundinnen und Kunden

Dieser Block bietet eine vertiefende Auseinandersetzung mit Möglichkeiten des konstruktiven Umganges mit Menschen mit Suchtproblemen und schwierigen Situationen. Praktische Hilfestellung für das Ansprechen der Problematik und das Setzen von Interventionen im Rahmen von Wettkunden- und Spielerschutzmaßnahmen werden vermittelt.

•    Gesprächsführung & Motivierende Gesprächsführung im Anlassfall
•    Verbale und nonverbale Kommunikation
•    Kommunikation bei abgestuften Wettkunden- und Spielerschutzmaßnahmen
•    Identifikation auslösender Prozesse und deren Veränderung
•    Umgang mit hocherregten Kundinnen und Kunden
•    Konfliktmanagement

Zielgruppe: Besonders zu schuldende MitarbeiterInnen/ Präventionsbeauftragte

Modul C „Follow-Up“

•    Vertiefende Schulung
•    Diskussion konkreter Fälle, Fallsupervision
•    Praktische Übungen
•    Co-Abhängigkeit
•    Rechtliche Aspekte

Die Schwerpunktsetzung der Inhalte richtet sich nach den Erfordernissen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Zielgruppe: Personen, die bereits Modul A „Basic“ und Modul B „Advanced“ absolviert haben.