PTW | Über die Kunst des Verschwindens und den Drang zu bewahren
FWF-gefördertes Forschungsprojekt an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung und Psychotherapiewissenschaft
Was bleibt, wenn Dinge verschwinden – und wer entscheidet darüber, woran erinnert werden darf? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das künstlerische Forschung und Psychotherapiewissenschaft miteinander verbindet.
Das vom FWF geförderte Projekt wird von Mag. Paul Julien Robert-Anxionnaz (Institut für Bildende Kunst – IBK) und Priv.-Doz.*in Mag.*a Dr.*in Elisabeth Schäfer, MAS (Fakultät für Psychotherapiewissenschaft, SFU) geleitet und startete im Mai 2026.
Im Zentrum stehen die Aschebilder von Otto Mühl, die Vernichtung persönlicher Aufzeichnungen ehemaliger Kommunemitglieder am Friedrichshof sowie laufende Bemühungen, die verbliebenen Spuren für die wissenschaftliche Forschung zugänglich zu machen. Doch selbst dieses Streben nach Offenheit ist umstritten.
In einem Forschungslabor entstehen sogenannte Gedächtniskapseln. Ehemalige Kommunemitglieder teilen tabuisierte Erfahrungen und zum Schweigen gebrachte Erinnerungen – Geschichten, die unterdrückt oder zwar dokumentiert, später jedoch vernichtet wurden.
11. Juni 2026