SFU Podcast | Alkohol als Gefühlsregulator? Sehr Erfreud, Marina Zeldovich und Human Unterrainer
Gäste der 17. Episode von Sehr Erfreud sind Marina Zeldovich und Human Unterrainer.
Sie sprechen über die von ihnen mitverfasste Studie zu Alkoholmissbrauch als Form der Affektregulation.
Anhand einer Netzwerkanalyse – einem statistischen Verfahren, das zeigt, wie psychische Symptome sich gegenseitig bedingen und verstärken – untersuchten Human und Marina Daten von über 2000 Erwachsenen aus Österreich. Im Zentrum: der enge Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und Komorbiditäten wie Depressionen und Schlafstörungen, sowie die Frage, welche Faktoren Österreichs Trinkkultur bedingen und teilweise problematisch machen. Es geht zudem um die Anwendung der quantitativen Methode, die zugrundeliegenden psychologischen Vorgänge und darum, wie ein gesunder Konsum kultiviert werden kann.
Univ.-Prof. Dr. Marina Zeldovich ist Professorin für Angewandte Psychotherapieforschung und Community Health Care an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Sie studierte Psychologie an der Universität Klagenfurt und habilitierte sich im Fach Medizinische und Klinische Psychologie an der Universitätsmedizin Göttingen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit psychischer Gesundheit über die Lebensspanne, Methoden der Outcomeforschung sowie Psychometrie und der Entwicklung und linguistischer Validierung von Fragebögen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Evaluation psychologischer Outcomes und der Validierung diagnostischer Instrumente.
Univ.-Prof. PD mult. Dr. Dr. Human-Friedrich Unterrainer wurde im Februar 2023 zum Professor für Prozess und Outcome Forschung an die SFU PTW Wien berufen und ist für die Leitung des englischsprachigen Doktoratsprogramms verantwortlich. Des Weiteren ist er als Professorial Teaching Fellow an der Universität Wien tätig. Er ist Klinischer/Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut (IG, TFP). 2012 habilitierte er sich im Gesamtfach Psychologie (KFU Graz), 2016 in Theoretischer/Experimenteller Psychiatrie (Med Uni Graz) und 2021 in Religionspsychologie (Uni Wien). Er hat viele Jahre als Therapeut im klinischen Bereich gearbeitet und ist seit 2005 in der universitären Lehre tätig, wo er zahlreiche Forschungsprojekte geleitet hat. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen: Psychodynamische Psychologie, Neuropsychotherapie, Psychopathologie, Psychotherapie und Spiritualität, Quantitative Forschungsmethoden, Klinische Versuchsreihen
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