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PTW | QOLIBRI für alle Altersgruppen: Weiterführendes Forschungsprojekt stärkt Digitalisierung und internationale Anwendung

Wie erleben Menschen nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ihren Alltag? Wie lässt sich ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität unabhängig von Alter, Sprache oder Herkunft zuverlässig erfassen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit vielen Jahren die internationale QOLIBRI-Initiative, an deren Entwicklung Univ.-Prof.in Dr.in Marina Zeldovich von der Sigmund Freud PrivatUniversität maßgeblich beteiligt ist.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts QOLIBRI-KID/ADO, in dessen Rahmen erstmals Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität von kleinen Kindern, Kindern und Jugendlichen nach einem SHT entwickelt und wissenschaftlich validiert wurden, startet nun das Folgeprojekt “QOLIBRI für alle Altersgruppen: Digitalisierung, Dissemination und internationale Anwendung”. Das Projekt wird von Univ.-Prof.in Dr.in Marina Zeldovich (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien) geleitet und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Steffen Kunzmann (Clementine Kinderhospital Frankfurt) durchgeführt.

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der gesamten QOLIBRI-Instrumentenfamilie: Die Lebensqualität nach SHT kann nun vom Kindes- und Jugendalter bis hin zum Erwachsenenalter erfasst werden. Das Ziel besteht darin, die Instrumente nicht nur wissenschaftlich weiterzuentwickeln, sondern sie durch moderne digitale Lösungen weltweit einfacher verfügbar und besser nutzbar zu machen.

Ein Schwerpunkt des Projekts ist deshalb der Aufbau einer digitalen Infrastruktur, die den internationalen Einsatz der Instrumente unterstützt. Dazu gehören digitale Workflows für Übersetzungs- und Validierungsprozesse, standardisierte Qualitätskontrollen sowie moderne Softwarelösungen, die den wissenschaftlichen Austausch zwischen internationalen Forschungspartner*innen erleichtern. Darüber hinaus sollen KI-gestützte Verfahren eingesetzt werden, um Übersetzungs- und Dokumentationsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig hohe wissenschaftliche Qualitätsstandards sicherzustellen.

Von diesen Entwicklungen profitieren nicht nur Forschende, sondern langfristig auch Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen. Durch eine einfachere internationale Anwendung können Ergebnisse verschiedener Länder besser verglichen werden. Gleichzeitig wird die Nutzung patientenberichteter Outcome-Maße (Patient-Reported Outcome Measures, PROMs) in Forschung und klinischer Praxis erleichtert. Dadurch lassen sich die Auswirkungen eines SHT auf die Lebensqualität systematischer erfassen und Behandlungsverläufe besser begleiten.

Das neue Projekt knüpft unmittelbar an die bisherigen langjährigen Erfolge der QOLIBRI-Forschung an und verfolgt das Ziel, die Instrumente als internationalen Standard für die Erfassung der Lebensqualität nach SHT über alle Altersgruppen hinweg zu etablieren.


1. September 2026

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