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PTW | Neues kunsttherapeutisches Angebot für ehemalige Klient*innen des SPZ Wiedner Hauptstraße

Nach über 40 Jahren engagierter und gesellschaftspolitischer Arbeit wurde das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) der Caritas im 5. Wiener Gemeindebezirk aufgrund von Sparmaßnahmen im Sozialbereich Ende Jänner 2026 geschlossen. Das SPZ galt über Jahrzehnte als wichtiger Ort der psychosozialen Unterstützung für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen sowie Erkrankungen aus dem schizophrenen Formkreis. Auch für Kunsttherapie-Studierende der SFU spielte das SPZ eine wesentliche Rolle, da sie dort ihr Pflichtpraktikum absolvieren konnten.

Mit der Schließung drohte für die Klient*innen ein abrupter Wegfall einer vertrauten Struktur ihres Alltags. Vor diesem Hintergrund wurde seitens der SFU frühzeitig Initiative ergriffen, denn als therapeutische Ausbildungsuniversität sehen wir uns in besonderer Verantwortung, Unterstützung zu ermöglichen und bestehende Beziehungs- und Entwicklungsräume nicht einfach abbrechen zu lassen, sondern zu fördern.

Ehrenamtliche Fortführung der kunsttherapeutischen Gruppe an der SFU

Daher haben nun seit dem 1. Februar 2026 die ehemaligen Klient*innen des SPZ die Möglichkeit, einmal pro Woche in den Räumlichkeiten der SFU Wien weiterhin kunsttherapeutisch zu arbeiten, wobei der Arbeitseinsatz der Kunsttherapie-Student*innen ehrenamtlich geführt wird. Die Gruppe bleibt durch dieses Angebot als sozialer Anker erhalten und bietet darüber hinaus den Klient*innen Zuverlässigkeit in einer Phase des Umbruchs.

Mit diesem psychosozialen Angebot setzt die SFU ein klares Zeichen für soziale Verantwortung und gelebte Solidarität – über institutionelle Grenzen hinweg.

Kontakt für Rückfragen:

Univ.-Ass.in prae doc Melanie Heckl, MA BSc.
Universitätslehrgang Klinische Kunsttherapie MA (CE)
Fakultät für Psychotherapiewissenschaft
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
melanie.heckl@sfu.ac.at

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