Studiengruppen

STUDIENGRUPPEN AN DER SFU WIEN – ÜBERBLICK

SFU Gender Study-Group
Die Gender Study Group versteht sich als ein interdisziplinäres Seminar zu Themenkreisen der Geschlechterkonstruktion, die im Umgang der Geschlechter mit- und untereinander präsent sind. Anhand von Fachlektüre, Filmen und Vorträgen werden Aspekte zur Geschlechterdifferenzierung, sowie zur sozialen Konstruktion des Frau- und Mannseins erarbeitet, kritisch hinterfragt und diskutiert.
Die Teilnahme an der GSG ist für das Praktikum im psychoherapeutisch-psychosozialem Feld, sowie für das klinisch-psychiatrische Praktikum anrechenbar.
Die Zugehörigkeit zum weiblichen oder männlichen Geschlecht gehört zu den bedeutendsten und prägendsten gesellschaftlichen Unterscheidungen.
Dies formt unsere persönliche und berufliche Lebensrealität als Frau oder Mann und ist tief in uns verankert.
Gender-Bewusstsein meint das Wissen darum, dass Frauen und Männer von Geburt an unter der Brille der Geschlechterdifferenz betrachtet werden.
Im Hinschauen auf diesen Unterschied wird auch ein Weg eröffnet, flexibler mit den soziokulturell zugeschriebenen Rollen zu werden.
Wir treffen uns einmal monatlich, an einem Mittwoch Abend jeweils von 18-20.30h.

In unserem (studentischen) Berufsalltag treffen komplexe Arbeitsbeziehungen und strukturelle Rahmenbedingungen aufeinander. Die den Institutionen innewohnende vertikale (ödipal – elterliche) Hierarchie kann ein Gefühl von Anerkennung oder Unterworfensein auslösen. Parallel dazu gibt es in der KollegInnenschaft auch horizontale (geschwisterliche) Positionierungen, die unbewusst das Miteinander erträglich oder unerträglich machen. Äußere wie innerpsychische Variablen gestalten unbewusst unsere Karrierewünsche, unsere Arbeitszufriedenheit oder unsere Leistungsmotivation. Wie gelingt es dem einzelnen Subjekt sich hier zu verorten?
Die GSG wird als interaktives Seminar geführt, d.h. dass gemeinsam Texte gelesen und diskutiert werden, Filme gesehen und besprochen werden, Ideen für wissenschaftliche Arbeit entstehen können und vieles mehr. Die GSG richtet sich an alle aktiven oder auch ehemaligen StudentInnen der SFU, unabhängig vom jeweiligen Studiensemester oder Wahlpflichtfach. Die Teilnahme kann für Forschungspunkte bzw. Praktikumsstunden angerechnet werden.
Wenn Sie Interesse an einem geschlechtersensiblen Diskurs haben, kommen Sie zum ersten Treffen im Semester!
Mit herzlichen Grüßen
Dr.in Anita Dietrich-Neunkirchner, Email: anita.dietrich@sfu.ac.at
Leiterin der GSG – Lektorin PA

Studiengruppe Ethnopsychoanalyse
Die Abteilung für transkulturelle und wissenschaftsgeschichtliche Forschung in der Psychotherapiewissenschaft bietet seit dem Sommersemester 2011 allen StudentInnen und InteressentInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer Studiengruppe theoretische, methodische und praktische Aspekte der Ethnopsychoanalyse kennen zu lernen. Wir wollen gemeinsam Grundlagenwerke, wie z.B. Arbeiten der Zürcher Ethnopsychoanalytiker Paul Parin, Fritz Morgenthaler, Goldy Parin-Matthèy, sowie von Georges Devereux, Gerhard Kubik usw. durcharbeiten und diskutieren. Diese Studiengruppe kann für StudentInnen, die ihre Bakkalaureats oder Magister Arbeiten im Bereich interkultureller Psychotherapieforschung schreiben wollen, eine Hilfestellung zur Erschließung der methodischen Herangehensweise sein und Impulse für die empirische Forschung geben. Die Methode der Ethnopsychoanalyse beschränkt sich nicht nur auf „fremde Kulturen“, auch die „eigene Kultur“ und „das Fremde“ in der eigenen Kultur kann damit erforscht werden. Ob Untersuchungen bei Indigenen auf Papua-Neuguinea, in Ostafrika oder in Ottakring durchgeführt werden, ist im Prinzip nebensächlich und ergibt sich aus dem Forschungsinteresse des Beobachters.
Weiters sollen neuere Literatur und Zeitschriften vorgestellt werden. Informationen über Tagungen, wie z.B. den 5. Kongress des Dachverbandes der Transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im deutschsprachigen Raum im Sept. 2011 in Klagenfurt www.transkulturellepsychiatrie.de/Klagenfurt-2011 und Programme von Institutionen wie dem Bremer Institut für Kulturwissenschaften www.kultur.bik.uni-bremen.de/ sollen in der Studiengruppe ausgetauscht werden.
Auf Anfrage der Zeitschrift Curare wollen wir einen Beitrag zum Thema Paul Parin und die Transkulturelle Psychiatrie z.B. anhand seiner Korrespondenz mit Erich Wulff, die sich im Nachlass befindet, diskutieren.
Falls erwünscht, können die Studierenden mittels individueller Absprache auch eine Anrechnung für diese Veranstaltung bekommen.
Leiterin: Mag. Christine Korischek E-mail

ANALYTISCHE GROSSGRUPPE
Grossgruppe an der SFU unter der Leitung von Felix de Mendelssohn

Die Grossgruppe ist für jeden an der SFU offen, für alle Studierende, Lehrbeauftragte, Office, Personal usw.
Sie ist auch für alle freien Einfälle der TeilnehmerInnen offen, für Beobachtungen, Erinnerungen, Träume, Körperwahrnehmungen, Assoziationen usw. die hier spontan zum Ausdruck gebracht werden können. Die GG ist kein „business-meeting“ oder Diskussionsforum um geschäftsmäßige Anliegen etc. abzustimmen, sondern eine erlebnisorientierte Veranstaltung mit dem Ziel, bei einem minimal strukturierten Zusammensein vieler Personen die eigene Befindlichkeit zu orten, die eigene Stimme zu finden und auch das Wesen der Gesamtgruppe zu erfassen und zu erforschen.
Die Grossgruppe entwickelt aus dieser Situation eine eigene Dynamik in der die kommunikativen Prozessen besonders stark von unbewussten Phantasien geprägt sind. Für das Individuum scheint sie manchmal sehr basale, auch präverbale Bereiche der psychischen Entwicklung zu erschliessen, für die Gruppe als Ganzes kann sie vieles vom sozialen Unbewussten der Organisation in der sie stattfindet zutage fördern.
Die Grossgruppe gilt als Selbsterfahrungseinheit im Curriculum. Der Besuch von mindestens einer Grossgruppe im Jahr ist Pflicht für alle PTW Studierenden an der SFU.
„Es gibt nichts Neues unter der Sonne aber es gibt viele alte Dinge die wir nicht wissen“ (Ambrose Bierce)
Möge die Übung gelingen!
Felix de Mendelssohn

Lesekreis Kritische Sozialpsychologie
Liebe Studierende,
seit letztem Semester existiert ein Lesekreis, in dem wir uns damit auseinandersetzen, was eine kritische (Sozial-)Psychologie oder vielleicht besser: was kritische (Sozial-)Psychologien sind und sein können, welche Fragen sie beschäftigen und was mit „kritisch“ oder dem „Sozialen“ jeweils gemeint sein könnte.
Zusammengesetzt sind wir aus PTW- und Psychologie-Studierenden und Lehrenden aus der AG kritische Sozialpsychologie, und wir treffen uns ungefähr einmal monatlich an einem Mittwoch Abend, um interessante Texte zu diskutieren, die wir gemeinsam auswählen.
Das nächste Mal treffen wir uns am nächsten Mittwoch, den 30. September um 18 Uhr (Raum wird beim SFU-Haupteingang ausgehängt sein), um uns über den Text „The many challenges of theorizing subjectivity“ (pdf) von Suzanne R. Kirschner zu unterhalten.
Wir laden alle Interessierten ganz herzlich dazu ein, bei uns dann mal vorbei zu schauen.
Falls ihr weitere Fragen habt oder euch das gerne mal anschauen würdet, aber am 30. September verhindert seid, meldet euch jederzeit unter Email: c_plainer@zoho.com
Herzliche Grüße, Euer Lesekreis